Goodbye „Made in Germany“ !

Der Abgasskandal. Goodbye „Made in Germany“ ! Wie Deutschland seine Wirtschaft mit Absicht in den Ruin treibt !

Ursprünglich als Warnhinweis geplant um deutsche Produkte vom Weltmarkt fernzuhalten, erlang der Begriff „Made in Germany“ wenig später Berühmtheit, denn stand er doch als Qualitätsmerkmal. Deutsche Produkte galten weiterhin als Hochwertig und Preisgünstig. Der qualitative Glanz scheint aber mittlerweile zu verblassen denn die deutsche Politik hat ihre Schlüsselwirtschaft, die Automobilindustrie, zum Abschuss freigegeben. Die Rede ist vom allseits bekannten VW Abgasskandal. Mittlerweile ist es ja nicht nur Volkswagen, andere Marken sind jetzt auch „involviert“.

Mein Kommentar: „Das schlimme an dem ganzen Skandal ist nicht die Tatsache dass ein (oder mehrere) Automobilhersteller bei den Abgasen betrügen, sondern dass die Politik die Hersteller einfach im Stich lassen. Das ist der wahre Skandal ! Immerhin ist die Automobilbranche das grösste Standbein der deutschen Wirtschaft. Keine Nation mit Verstand sägt seine eigene Wirtschaft ab ! Deutschland jedoch tut dies ohne weiteres.“

Aber erst einmal der Reihe nach. Um den zweitgrößten Betrug der Automobilindustrie (zum erstgrößten Betrug kommt ein eigener Artikel) zu verstehen muss man wissen was dort gespielt wird. In Brüssel entschied man über die Köpfe der Bürger hinweg wieder mal eine neue Abgasnorm. Diese Grenzwerte sind Technisch schwer bis überhaupt nicht einzuhalten. Dass ein Verbrennungsmotor mit der heutigen Einspritztechnik nun mal eben keine besseren Abgaswerte schafft interessiert die Sesselfurzer aus Brüssel überhaupt nicht. Es wird einfach eine Verordnung erlassen und dann ist es an den Automobilherstellern die Sache auszubügeln.

Nun haben die Automobilhersteller entschieden ganz einfach die Abgaswerte mittels Steuergerät zu manipulieren wenn das Gerät erkennt dass das Automobil in dem es eingebaut ist auf dem Prüfstand steht. Kein schlechter Trick, besser wäre es gewesen die Automobilbosse hätten sich kollektiv an den Tisch gesetzt und die Produktion niedergelegt bis Brüssel ihren Hirnfurz mit der Nummer 715/2007/EG wieder zurückgezogen hätte. Aber die Eier hatten die Hersteller nicht. Man entschied sich zu tricksen. Dumm nur dass es aufgeflogen ist. Aber jeder mit etwas Sachverstand kann sich ja ausrechen wie die Chancen stehen diese Grenzwerte auch real einzuhalten.

Und ausgerechnet die amerikanische EPA (Environmental Protection Agency) hat diesen Betrug aufgedeckt ! Und seitdem eiert die deutsche Politik herum und gibt den Herstellern die Schuld. Anstatt sich hinter die Industrie zu stellen und Brüssel einen Rüffel zu verpassen, fällt die Politik der Automobilindustrie noch in den Rücken und sorgt dafür dass der deutschen Wirtschaft unermesslichen Schaden zugefügt wird. „Made in Germany“ wird mit Dreck beworfen dass es nur so kracht !

Zitat vom Bundesverkehrsminister Alex­an­der Do­brindt (CSU): „Die Au­to­in­dus­trie hat sich in rich­tig schwe­res Fahr­was­ser ge­bracht„. Zitat Ende.

Nein, hat sie nicht ! Die Politik hat erst für eine solche Situation gesorgt. Ohne die Hirnverbrannten EG Verordnungen wäre es gar nicht soweit gekommen ! Also ist es die Schuld der Politik. Ob EU oder DE ist da erstmals egal. Der Schaden ist angerichtet.

Die geplanten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sind in dieser Sache ebenfalls nicht hilfreich, denn auch hier trifft es wieder die Automobilindustrie. Und natürlich die Bürger, die dann auf ihren Fahrzeugen sitzen bleiben.

Die Engländer wollen sogar noch einen Schritt weiter gehen und den Verbrennungsmotor komplett verbieten bis 2040. Sogar die Franzosen haben sich diesem Hirnfurz angeschlossen: Frankreich will bis 2040 weg vom Verbrennungsmotor

Sogar in Luxemburg ist man auf diesen Zug aufgesprungen. Der Luxemburgische Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur François Bausch ist der Meinung man müsse die Krise nutzen um vom Verbrennungsmotor fortzukommen. Ja mit was sollen wir denn sonst noch fahren wenn wir keinen Verbrennungsmotor mehr haben ? Glauben die Politiker da oben tatsächlich dass wir in 20 Jahren hier alle mit Elektroautos herumfahren werden ? Woher soll der Strom denn dazu kommen ? Deutschland ist ja im Zuge der Energiewende nach dem Fukushima Anschlag aus der Atomkraft ausgestiegen und leidet unter akutem Strommangel. Wer soll den Strom denn Produzieren wenn wir alle Atomzentralen abschalten ? Und woher sollen die unzähligen Akkus kommen ? Die Akkuzellen benutzen ja heute schon wertvolles Lithium und das muss ja auch erst mal abgebaut werden.

Und was ist mit den ganzen LKWs und Schiffen ? Besonders die Hochseeschifffahrt mit ihren unzähligen Containerschiffen. Wollen wir die auch alle auf Elektro umstellen ? Woher nehmen wir die Milliarden Akkuzellen die wir dafür brauchen ? Und dann sind die Batterien ja noch nicht geladen ! Der Strom muss ja auch woher kommen ! Und den will man ja aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Solar anzapfen. Ja, solche Solarzellen müssen ja auch erstmals hergestellt werden …

Laut einer Studie verbraucht eine Lithium Ionen Batteriezelle mit 1 Kilo Gewicht 1.6 Kilo an Öl bei der Herstellung … Das Lithium muss ja auch vorher noch abgebaut werden. Ausser Lithiumzellen haben wir ja momentan nicht allzuviel das den Ansprüchen genügt und auch massentauglich ist. Ob der Verbot von Verbrennungsmotoren im Endeffekt Umweltfreundlich ist sei mal dahingestellt. Ich bezweifle ganz stark dass die EU Hampelmänner (und Frauen) sich darüber ernsthaft Gedanken gemacht haben.

Oder haben die Eliten etwa vor die bisher unter Verschluss gehaltene Technologie für freie Energie preiszugeben ? Anders kann man dieses Hirnlose Vorpreschen der Eurokraten kaum erklären, denn einen Plan B haben sie nicht ! Dies ist Wirtschaftssabotage vom Feinsten ! Was machen wir denn wenn wir im Jahre 2039 sind und merken dass wir immer noch keine brauchbare Technologie haben um Elektrische Energie effizient und kostengünstig zu speichern ? Spannen wir unsere Politiker vor unsere Autos wie früher die Pferdekarren ?

 


Beitragsbild: VW Wolfsburg 1973 - Creative Commons CC BY-SA 3.0 https://en.wikipedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_B_145_Bild-F038791-0007,_Wolfsburg,_VW_Autowerk.jpg

Bildquelle (footer): http://worldartsme.com/flintstones-car-free-clipart.html#gal_post_23770_flintstones-car-free-clipart-1.jpg

Ein Gedanke zu „Goodbye „Made in Germany“ !

  • 31. Juli 2017 um 22:10
    Permalink

    Es gibt wahrscheinlich keine Alternative. Wie sich schon seinerzeit Einstein über die unendliche Dummheit der Menschen ausgelassen hat, das ist des Pudels Kern. Die Massen lassen sich manipulieren durch die Medien, nur wer steuert diese? Hier ist viel Raum für Spekulationen.

    Unser Land muß zuerst so richtig auf den Bauch fallen, und wenn fast alle dann darnieder liegen, bekommen die wenigen, welche ihren gottgegebenen Verstand benutzen, die Chance, wieder Gehör und Einfluß zu erlangen. Wer es jetzt schon versucht, ist ein „Populist“, und Populisten sind „Rechte“, und Rechte sind Nazis. Echt überzeugend, diese Kausalkette. Aber die Verteufelung unseres (noch) weltweit führenden Automobilbaus ist nicht unser einziges Problem. Da rentiert sich der Absturz wenigstens. Und hinterher geht’s dann wieder bergauf, nur, mit welcher Substanz?

    Wie dem auch sei, ich bin vorbereitet. Das kann ich jedem, der seinen Verstand einsetzt, ebenfalls empfehlen.

    Sapere aude
    Deutscher Michel

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